Squeeze Out - diverse Verfahren / European Lithium / In eigener Sache

Squeeze Out Constantia  Packaging

Nach mehr als acht Jahren liegt jetzt das zweite Ergänzungsgutachten des vom  Gremium beauftragten Sachverständigen vor. Die lange Dauer des Verfahrens ist auf die Vielzahl von Vorbringen und die Berücksichtigung der Informationen aus dem in den USA geführten  „Discovery“-Verfahren zurückzuführen. Das nun vorliegende Ergebnis von 75,67 EUR (Stichtag 24.8.2010) ist mehr als peinlich für das damalige Management  und  die Bewertungsgutachter, die einen Abfindungspreis von 47,00 EUR/Aktie als fair und angemessen bestätigt haben. Die Erhöhung von über 60 Prozent berücksichtigt noch nicht die hohen Kosten des Verfahren und die  Zinsen.

 

Squeeze Out-Verfahren BDI, BEKO, Ecobusiness, VKW

Von Seiten der Antragsteller liegen realistische, ausgewogene Vergleichsvorschläge vor. Die Akzeptanz seitens der betroffenen Unternehmen liegt noch nicht vor. Von einer Fortsetzung des Überprüfungsverfahrens profitieren in erster Linie die involvierten Berater und Rechtsanwälte, da die Kosten – unabhängig vom Ausgang des Verfahrens – bisher immer von den Unternehmen zu tragen sind.

 

Squeeze Out Schlumberger, Conwert, C-Quadrat, PLaut, BUWOG

Es wurden noch keine Verhandlungen ausgeschrieben. Bei BUWOG, auf deren Hauptversammlung am 2.10.2018 dieser Beschluss gefasst wurde, kann erst nach Eintragung des Gesellschafterausschlusses in das Firmenbuch ein Antrag auf Überprüfung der Barabfindung gestellt werden.

 

Squeeze Out MIBA

Auf Basis von Bewertungsgutachten, die den Wert der Aktie mit rund 530 EUR ermittelt haben, wurden in einem Übernahmeverfahren 565 EUR je Aktie bezahlt. Unmittelbar darnach erfolgte ein Gesellschafterausschluss. Im Überprüfungsverfahren drückte MIBA mit Hilfe des „Gemeinsamen Vertreters“ einen Teilvergleich ohne weitere Gutachten mit einem Abfindungspreis von 699 EUR – entspricht einer Steigerung von 24 Prozent – durch plus einer exorbitant hohe Kostenvergütung von bis zu 100.000 EUR pro Antragsteller für einen Antrag und den Besuch einer Verhandlung. Ich sehe darin eine gravierende Verletzung des „Erga omnes“ – Grundsatzes, d.h. der Gleichbehandlung der Aktionäre. Das widerspricht einer fairen Behandlung der Aktionäre, die im Vertrauen auf den bis dahin guten Ruf des MIBA-Konzerns das ursprüngliche Angebot von 565 EUR angenommen haben.

 

European Lithium

Die Aktien notieren zu wenigen Eurocents an der Wiener Börse. Lithium ist ein wichtiger Rohstoff für die Batterienproduktion. Die bisher vorliegenden und mehrfach an den IVA herangetragenen Informationen sollen für potentielle Aktionäre und vor allem für Förderstellen und das Land Kärnten eine ernst zu nehmende Warnung sein und für eine kritische Beurteilung dieses Projektes sprechen.

 

In eigener Sache

In den nächsten Tagen wird ein Artikel, den ich gemeinsam mit RA Dr. Verena Brauner verfasst habe, zu dem Thema „Ausschüttungspolitik und Vergütungen 2017“ in der Fachzeitschrift „Aufsichtsrat aktuell“ vom Linde Verlag erscheinen.

Datum: 11.10.2018 Autor: IVA-Redaktion
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