Rasinger zu Vorwahlzeiten

In Frankreich und in Großbritannien wurde bereits gewählt, in Deutschland und Österreich ist es nach dem Sommer so weit. Es wird Bilanz gezogen, viel diskutiert und versucht, die Wähler vor allem mit emotionalen Themen zu beeinflussen. Die Auswirkungen von Geschehnissen im Ausland, wie Brexit, Trump und Assad, haben ein wenig von den heimischen Problemen abgelenkt.

Die Österreicher wollen die Ferienmonate Juli und August genießen, entspannen und sich nicht über Unsinnigkeiten und Gehässigkeiten ärgern. Derzeit freuen sich die Wachstumsfetischisten, die im Wirtschaftswachstum ein Allheilmittel gegen Arbeitslosigkeit und soziale Ungerechtigkeit sehen, weil sich das BIP geringfügig besser entwickelt hat als prognostiziert.

Was kann der private Anleger nach Jahren der politischen Ignoranz seiner Anliegen erwarten? Geld ist viel vorhanden, aber der Sparer muss bei den aktuellen Minizinsen weiter mit Realverlusten rechnen. Immobilien und Aktien sind bereits sehr teuer. Es besteht die Überzeugung, dass es politisch so nicht weiter gehen kann.

Die Karten werden nach Jahren der Stagnation neu gemischt. Die Altparteien der Koalition stellen sich neu auf, die Grünen als Alternative haben viele potientielle Wähler mit ihrer umstrittenen Vorgangsweise in der Causa Heumarkt/Weltkulturerbe und dem Ausbooten von Kämpfern gegen Korruption und Misswirtschaft verärgert. Unangenehm könnte es werden, wenn wiederum teure Wahlzuckerl beschlossen werden, die sich nach dem Wahltag wie gehabt als bittere Pilllen herausstellen.

Datum: 10.07.2017 Autor: Dr. Wilhelm Rasinger
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