Schlumberger: Bitterer Ausschluss der Minderheitsaktionäre

Das gut geführte Traditionsunternehmen Schlumberger, das heuer sein 175-Jahr-Jubiläum feiert, verärgert seine privaten Minderheitsaktionäre mit einem Gesellschafterausschluss und mit einer als unfair empfundenen Abfindung.

In der mehrstündigen Hauptversammlung am Freitag, dem 23. Juni, nachmittags, wurde von IVA-Präsident Dr. Wilhelm Rasinger vor allem die wesentlich zu niedrige Barabfindung für die Vorzugsaktionäre von 18,50 EUR (für Stammaktionäre 26,00 EUR) wegen gravierender Mängel im Bewertungsgutachten kritisiert. Die als Minderheitsaktionäre ebenfalls anwesenden deutschen Professoren für Betriebswirtschaft, Ekkehard Wenger und  Leonhard Knoll, vertieften diese Kritik mit einer ausführlichen, kompetenten Darstellung der Fehler in den vorgelegten Unterlagen.

Der Kompromissvorschlag des IVA-Interessenverbands für Anleger, die Abfindung für die Vorzugsaktionäre auf 26,00 EUR anzuheben, wurde vom Mehrheitseigentümer, der Schweizer Sastre-Gruppe, abgelehnt.

Wilhelm Rasinger: „ Der Vorschlag hätte rund 1 Million EUR, das sind circa 2 Prozent des Unternehmenswerts, ausgemacht. Jetzt ist ein kostenintensives, langwieriges gerichtliches Überprüfungsverfahren mit einer Vielzahl von Antragstellern unausweichlich, das das Unternehmen voraussichtlich mit einem deutlich höheren Betrag belasten wird. Ein unwürdiger, ärgerlicher Abschied, der nicht zum positiven Image der hochpreisigen Sektmarke passt!“

Datum: 27.06.2017 Autor: IVA-Redaktion
 Seitenanfang  Drucken  Versenden


Newsletter

Aktuelle News direkt in Ihr Postfach (Erscheint 12x jährlich)

Schwerpunktfragen

Die Fragen und Antworten der aktuellen HV-Saison

Bibliothek

Buchempfehlungen in Zusammen- arbeit mit dem Linde-Verlag

Börsen-Kurier

Abonnieren und automatisch IVA-Mitglied werden
IVA - Austrian Shareholder Association | 1130 Wien, Feldmühlgasse 22 | Impressum | Update: 08.11.2017