Rasinger zu Mitarbeiterstiftung

In seinem Aktionsprogramm fordert der IVA die Forcierung von Mitarbeiter-Aktien. Die voestalpine hat mit viel Geschick und Nachdruck eine Mitarbeiter-Stiftung eingerichtet, die deutlich über zehn Prozent am Unternehmen hält. Über mehrere Jahre konnte aus einem Beitrag der Mitarbeiter – wohlgemerkt: nicht als Geschenk des Unternehmens - mittels einer Entlastung von Lohnnebenkosten und der Kapitalertragsteuer, anstatt der wesentlich höheren Lohnsteuer, so ein beachtliches Vermögen angespart werden. Durch den aktuellen Vorschlag, der von den Sozialpartnern Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer unterstützt wird, sollen die Bestimmungen für die Gründung einer Mitarbeiterstiftung vereinfacht und der jährlich begünstigte Beitrag auf immerhin 4.500 Euro pro Mitarbeiter erhöht werden. Dies stellt zwar eine einseitige Bevorzugung von Mitarbeitern börsenotierter Gesellschaften dar, ist aber trotzdem ein wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort.

Eigentlich ist es naheliegend, dass Personenunternehmen, um den Gewinnfreibetrag zu lukrieren, nicht nur gezwungen sein sollten, Wohnbaubankanleihen zu kaufen, sondern auch die Möglichkeit haben, in börsennotierte Infrastrukturunternehmen mit einem Anteil von mindestens 25 Prozent der öffentlichen Hand investieren zu können. Dies würde konkret EVN, Verbund, Post, Telekom, OMV, Burgenland-Holding und Flughafen Wien betreffen.

Datum: 03.07.2017 Autor: Dr. Wilhelm Rasinger
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