Stand der Überprüfungsverfahren

Stand der Überprüfungsverfahren
 
Constantia Packaging: Der Schriftsatz der RAe Hauser & Löffler vom 18.10.2016 enthält viele Vorwürfe gegen den damaligen Zampano Hanno Bästlein. Die umfangreichen Unterlagen aus dem Discovery-Verfahren zeigen ein widerliches Sittenbild, wie gezielt zum Nachteil der Verkäuferin der Mehrheitsanteile, Christine Castelbajac, und des Streubesitzes gehandelt wurde, um den Profit des zu JPMorgan gehörenden Finanzinvestors OEP und seiner Partner zu maximieren. Es wird jetzt die Entscheidung des Gerichts abgewartet, welche Auswirkungen diese Informationen auf das Verfahren und auf den vom Gutachter ermittelten Preis haben. Geduld wird notwendig sein. Siehe dazu den Artikel von H. Schneid in „Die Presse“ http://www.iva.or.at/artdetail.php?id=12074

bene: Im Jänner 2017 soll bei einem Gerichtstermin eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Es liegt ein Vergleichsvorschlag von bene vor, der nach Ansicht des IVA noch nachgebessert werden muss.

UniCredit Bank Austria: Eine lange Zeitverzögerung trat ein, weil das Gericht den gemeinsamen Vertreter, der bisher sehr konstruktiv und kompetent das Verfahren begleitet hat,  zu Recht wegen Unvereinbarkeit abberufen hat. Grund dafür ist, dass ein Kanzleikollege des gemeinsamen Vertreters die Vertretung eines (sehr aggressiven) Antragstellers, der bereits durch einen geheim gehaltenen Teilvergleich eine beträchtliche Nachzahlung erhalten hat,  übernommen hat.  Der IVA ist bereit, auf Basis dieses Teilvergleichs im Sinne der „erga omnes“-Wirkung eine Vergleichslösung zu verhandeln.

Immofinanz-Immoeast: Durch Gespräche auf Expertenebene soll bis Ende Februar 2017 ein Vergleichsvorschlag vorliegen.
Ecobusiness: Da der Großteil der gewerblichen Liegenschaften bereits verkauf ist, bemüht sich der IVA um einen Vergleich, weil nach Ansicht des IVA bei einer Neubewertung eine wesentliche Nachbesserung unwahrscheinlich ist.

BEKO: Noch im Dezember findet eine erste Verhandlung statt. Mit einer raschen Einigung ist nicht zu rechnen.

ATB: Es laufen aussichtsreiche Vergleichsbemühungen des gemeinsamen Vertreters, die Anfang 2017 finalisiert werden sollten.

Intercell-Valneva: Den Bemühungen des gemeinsamen Vertreters ist es zu danken, dass ein konkreter, akzeptabler Vergleichsvorschlag vorliegt. Dieser kann noch bis 16.12. angenommen werden.
 
Seit 3.12.2016 läuft ein  Angebot für Nachbesserungsrechte für Constantia Packaging, UniCredit Bank Austria, MIBA. Der IVA empfiehlt es nicht anzunehmen bzw. ist bereit zu höheren Preise anzukaufen.
 
Das Frauenthal-Pflichtangebot wurde erwartungsgemäß nur von 0,2 Prozent Aktien angenommen. Der Kurs lag während der Laufzeit 5 bis 10 Prozent darüber.

BWT: Das noch bis 9.12.2016 laufende Angebot von 23 EUR ist aus fundamentaler Sicht gut absichert und diskontiert bereits zukünftige Ertragssteigerungen. Der IVA empfiehlt die Annahme.

conwert: Das Unternehmen hat sich unter der neuen Führung sehr erfreulich entwickelt. Das Bar-Angebot von VONOVIA zu 16,16 ist fair, das Tauschangebot unattraktiv. Sollte VONOVIA die Mehrheit nicht erreichen, so sind neuerliche Auseinandersetzungen mit dem derzeitigen Kernaktionär Adler Real wahrscheinlich.
Die Übernahmekommission hat die Vorgangsweisen von Adler Real und Petrus Advisors auf der Hauptversammlung vom 29.9.2015 als gemeinsames Vorgehen eingestuft. Dadurch wurden die Bestimmungen des Übernahmegesetzes verletzt. Dies hat aber auf das derzeit laufende freiwillige Angebot der VONOVIA keine Auswirkung.

Datum: 06.12.2016 Autor: IVA-Redaktion
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